Polen-Austausch 26.06. - 31.06.2014

Am 26.5.14 war es endlich soweit, der Rückbesuch zu unseren Austauschpartnern in Walcz/Polen stand an. Wir trafen uns an diesem Tag pünktlich um 7 Uhr am Osnabrücker Hauptbahnhof, um von dort aus mit vielen Umstiegen die lang ersehnte Reise zu starten.

Dies brachte auch schon die ersten Schwierigkeiten am Hbf Hannover mit sich, wo wir versehentlich in einen falschen Zug stiegen, der glücklicherweise aber in die gewünschte Richtung fuhr. Nach einem ca. 3-stündigem Aufenthalt in Berlin, als sich die Gelegenheit ergab, was zu Essen und die Sehenswürdigkeiten zu betrachten, kamen wir schließlich um ca. 16.30 Uhr in Posen an.

Dort trafen wir dann unsere Austauschpartner wieder und die Laune wurde sofort besser, nachdem im Zug die Klimaanlage ausgefallen war. Wir unterhielten uns dort, aßen etwas und nahmen an einer kurzen Stadtführung durch Posen teil. Dann mussten wir noch ca. 2 Stunden mit dem Bus nach Walcz fahren, wo wir dann von unseren Gastfamilien empfangen wurden und die meisten den ersten Abend gemütlich mit den Familien verbrachten.

Am 2. Tag machten wir morgens eine Stadtrallye durch Walcz in verschiedenen Gruppen und lernten die Schule (Lyzeum) unserer Polen kennen. Diese Schule wirkt im Gegensatz zum GBE wie ein ''katholisches Internat''. Sie unterscheidet sich von unserer Schule und der Unterricht ist auch etwas anders als gewohnt. Dort hatten wir in der Aula dann einen Termin mit dem Bürgermeister und Schulleiter. Am Nachmittag fuhren wir dann in den Kletterpark, in dem die meisten sich dann an dem schweren Parcours gemessen haben. Im Kletterwald gab es auch einen sehr schönen Grillplatz, an dem wir polnische Spezialitäten genießen durften. Den späten Abend haben wir dann bei einem Austauschschüler im Garten ausgeklungen.

Am 3. Tag fuhren wir dann bei leider sehr bescheidenem Wetter nach Kolobzreg an die Ostsee. Da es aufgrund der Kälte und des starken Windes nicht möglich war dort zu baden, spazierten einige am Strand herum, andere gingen ''shoppen'' und aßen dort Fischspezialitäten. Nach der Rückreise gestalteten wir den Abend selbst, einige gingen in die Pizzeria und die meisten verbrachten den Abend bei einem bestimmten Austauschpartner.

Am 4. Tag mussten wir dann morgens am Unterricht teilnehmen, einige z.B an Kunstgeschichte und andere an Mathe oder Polnisch. Dies war doch sehr langweilig, weil es wenig Abwechslung im Unterricht gab. Am Nachmittag haben wir dann Tassen für uns gegenseitig gestaltet, als Andenken an den Schüleraustausch. Der Höhepunkt fand dann am Abend in der Disco statt und alle hatten Spaß mit den Austauschpartnern zu tanzen. Man könnte sagen, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt die meisten – trotz kurzer Zeit – ein vertrautes Verhältnis zu den Partnern haben.

Am 5. Tag machten wir morgens Sport, die Jungs spielten Fußball und die Mädchen Volleyball, dort wurde die Teamfähigkeit zwischen unseren Partnern nochmal gestärkt. Den Nachmittag gestalteten wir selber, die meisten fuhren in den Nachbarort zum Bowling. Da es dann der letzte Abend vor der Abreise war, feierten wir am Abend nochmal im Garten von einem Austauschpartner.

Der letzte Tag stand an und wir fuhren nach der Verabschiedung von den sehr netten Gastfamilien früh nach Stettin zum Einkaufszentrum. Dort gab es nochmal die Chance einzukaufen und sich Souvenirs zu sichern. Dann kam die traurige Erkenntnis um 14 Uhr am Hauptbahnhof, dass wir uns verabschieden müssen, den meisten viel es schwer und es flossen auch Tränen. Es war ein Zwiespalt aus Traurigkeit vom Abschied und aus Vorfreude vor der Rückkehr nach Hause.

Wir kamen dann um ca. 22 Uhr am Osnabrück Hbf wieder an. Insgesamt war es ein sehr schöner Austausch, mit netten Gastfamilien und einer schönen polnischen Landschaft, die jedes Vorurteil gegenüber diesem Land sofort begraben ließ. Wir werden die Austauschpartner wohl vermissen und würden uns freuen, wenn es ein Wiedersehen gäbe. Einziger Kritikpunkt wäre wohl das zu viele Essen!!

von Bastian Schrul, 6.7.14