Schüleraustausch Polen 2008

Gegenbesuch in Walcz (8.6.2008 – 14.6.2008)

Nach einer ca. 11 stündigen Busfahrt von Bad Essen nach Walcz waren wohl alle sehr erleichtert aus dem Bus zu kommen und die polnischen Freunde nach 9 Monaten endlich wieder zu sehen und in die Arme zu schließen.

Aber trotz der großen Erschöpfung durch die lange Fahrt, konnten alle noch genug Energie aufbringen, um das Fußballspiel Deutschland gegen Polen zu sehen. Das war mit unseren polnischen Freunden ein aufregendes Erlebnis.

Am Montag haben wir ein gemeinsames Projekt gemacht, bei dem wir uns gegenseitig auf ein großes Plakat malen sollten. Danach beschlossen wir zu einem der großen Seen der Stadt zu gehen und etwas zu entspannen und die Freizeit zu genießen.

Später haben wir einen Spaziergang zu einer großen Brücke gemacht. Von dort gingen wir weiter zu einer schönen Stelle des Sees und konnten baden, was bei dem Wetter auch sehr angenehm war, denn es war sehr heiß. Anschließend sind wir zu einer Feuerstelle im Wald gegangen, wo wir den Abend gemeinsam ausklingen ließen.


Am Dienstag haben wir in den polnischen Schulunterricht reingeschaut. Auch wenn man nicht viel verstanden hat, ist einem schon eine etwas andere Struktur aufgefallen. Z.B. wurde am Anfang der Stunden nach der Liste kontrolliert wer anwesend war und wer nicht, da die Schulorganisation sehr eigenverantwortlich verläuft. Den Rest des Tages konnten wir frei gestalten.

Mittwoch haben wir die ca. drei Stunden entfernte Großstadt Torun besucht. Diese liegt direkt an der Weichsel und ist bekannt für seine Altstadt mit vielen Gebäuden im Stil norddeutscher Backsteingotik sowie Nikolaus Kopernikus, den berühmten Astronomen aus dem 15. Jahrhundert. Nach einer kleinen Altstadtführung hatten wir etwas Freizeit, bis wir uns dann am Planetarium getroffen haben, um uns etwas über Nikolaus Kopernikus und das Weltall anzuschauen.

Nach diesem interessanten, aber auch anstrengenden Tag waren wohl alle froh wieder zu Hause zu sein.

Am Donnerstag Nachmittag sind wir gemeinsam nach Ostrowiez, einer nahe gelegenen Ortschaft, gefahren und haben uns die am Montag erstellten Plakate angeschaut und die einige Tage zuvor bekommenen Gedichte vorgetragen, wobei die Polen einen deutschsprachigen Vers und die Deutschen einen polnischen lernen mussten. Nach einer anschließenden Karaokeparty haben wir ein Lagerfeuer veranstaltet und gemeinsam gegessen.

Der Freitag verlief dann leider etwas kompliziert, da ein geplantes Sportprogramm aufgrund der besetzten Sporthalle nicht stattfinden konnte. Doch wir nutzten die Zeit um einige Geschenke für die Familien in Deutschland zu kaufen. Am Abend sind wir dann noch einmal gemeinsam in das Stammlokal gegangen und haben Pizza gegessen.

Am Samstag haben wir dann schon sehr früh die Heimreise angetreten. Der Abschied von den polnischen Freunden fiel einigen von uns sehr schwer und auf beiden Seiten flossen Tränen. Doch schon jetzt wurden Pläne für nächste Besuche geschmiedet.

Abschließend kann man sagen, dass es ein sehr schöner Austausch war, sowohl in Deutschland, als auch in Polen und ihn wohl niemand so recht bereut hat.

Lenja Spieker