Schüler vom GBE bei der JuniorAkademie in Papenburg

„In den Deutschen JuniorAkademien kommen besonders motivierte und leistungsbereite Jugendliche der Sekundarstufe I zusammen, die ihre Interessen und Fähigkeiten in den Ferien erweitern möchten.“ (https://www.deutsche-juniorakademien.de)

In diesem Schuljahr haben zwei Schüler vom GBE aus dem Jahrgang 10 die Möglichkeit bekommen in den Herbstferien an der Deutschen Junior Akademie (DJA) in Niedersachsen teilzunehmen, die eines der wichtigsten Angebote der Begabtenförderung ist. Voraussetzung für eine Teilnahme sind überdurchschnittliche schulische Leistungen, soziales Engagement und eine Empfehlung durch eine Lehrkraft.

Bei der DJA können sich talentierte Jugendliche der Jahrgänge 7-10 mit Themen beschäftigen, die weit über den Schulstoff hinausgehen, wobei auch soziale Kompetenzen eine große Rolle spielen.
Neben dem gemeinsamen Forschen gibt es auch ein großes Angebot für die Freizeit zwischen den Kursangeboten mit Aktivitäten wie Sport, Theater oder Musik.
 
Die nächsten JuniorAkademien finden wieder in den Herbstferien in Goslar, Loccum und Papenburg statt. Bewerben können sich interessierte Schüler/Innen ab Anfang April bis Anfang Juni. Weitere Informationen finden sich unter der oben angegebenen Internetadresse.
 
Der folgende Bericht, in dem Leonard und Yanik ihre Erlebnisse und den Ablauf der JuniorAkademie in Papenburg beschreiben, soll andere Schüler für eine Teilnahme motivieren.
 
K. Gumbiowski

JuniorAkademie Papenburg
- 28.10.-05.11.2018 -
 
Als wir am Freitag, dem 28.10.2018, in Papenburg mit dem Zug ankamen, wurden wir schon erwartet. Ein alter VW-Bulli brachte uns vom Bahnhof aus zu der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte, in der wir die nächste Woche in einem Physikkurs verbringen sollten.

Wir wurden freundlich begrüßt. Nachdem wir unser Zimmer eingerichtet hatten, besichtigten wir das große Gelände, welches neben dem Haupthaus noch drei weitere Gebäude umschloss, in denen weitere Unterkünfte sowie einige Räume für die Kursarbeit enthalten waren.

Nach dem Abendbrot begann auch schon die Arbeit in den verschiedenen Kursen. So gab es einen Musik-, Politik-, Fotografie-Ökologie-, Philosophie- und den Physikkurs, an dem wir teilnahmen. Zu Beginn haben wir uns mit der Entstehungsgeschichte der Naturwissenschaften beschäftigt. Anfangs haben wir uns mit dem Geozentrischen (Erde sei der Mittelpunkt des Sonnensystems) und dem Heliozentrischen Weltbild (Sonne sei das Zentrum) auseinandergesetzt und schließlich ein aufschlussreiches Rollenspiel dazu durchgeführt.
 
Am Samstagnachmittag, den 29.10.2018, verteilten wir die verschiedenen Themen, mit denen wir uns am gleichen Tag, am Folgetag und am Dienstag jeweils in Dreiergruppen beschäftigten. Bearbeitet wurden folgende Inhalte:

• Tesla-Spulen, Transformatoren und Nicola Tesla
• Fotoelektrischer Effekt
• Elektromagnetismus (Induktion und Feldlinien)
• Optik (Wellen, Farben und Spektren)
• Geschwindigkeitsmessung von Schall und Licht
 
Verschiedene Experimente wurden durchgeführt und Hypothesen zur Erklärung der Beobachtungen aufgestellt. Beispielsweise wurde in der Gruppe die die Teslaspule als Thema hatte, sich erst ausführlich mit Transformatoren, deren Funktionsweise und Anwendungsmöglichkeiten, beschäftigt. Anschließend befassten sich die Gruppenmitglieder mit Nicola Tesla an sich, seiner Geschichte und seinen Erfindungen oder Visionen. Währenddessen führten sie verschiedenste Versuche mit der Teslaspule durch.

Die Schüler, die sich hingegen mit dem Fotoelektrischen Effekt beschäftigt haben, führten den Versuch durch, der heute oft als Beginn der Quantenmechanik verstanden wird. Dieser veranlasste Einstein dazu, die herkömmliche Annahme, Licht sei eine Welle, in Frage zu stellen.

Die Arbeitsgruppe, die sich mit den Spektren befasste, betrachtete unter anderem das Spektrum der Sonne. Kochsalz wurde verbrannt, um die Beobachtung des Spektrums erklären zu können. Um die Induktion zu verstehen, wurde ein Elektromotor für der Erkundung des Elektromagnetismus gebaut.

Am Montag, den 01.11.2018, fand nicht die sonstige Kursarbeit statt. Wir mussten früh aufstehen, da wir einen Ausflug nach Bremen unternahmen. Dort wurden wir vormittags in dem Unternehmen „Thermo Fischer Scientific“ willkommen geheißen. Uns wurde die Funktionsweise eines Massenspektrometers erklärt. Anschließend sahen wir bei einem Durchlauf des Spektrometers zu und uns wurden die verschiedenen Arbeitsplätze innerhalb der Firma gezeigt.

Am Nachmittag besichtigten wir die Universität in Bremen. Wir führten verschiedene Versuche zu den Auswirkungen des Klimawandels durch und uns wurden verschiedene Arbeits-bereiche der Physik vorgestellt. Somit bekamen wir interessante Einblicke in die Arbeitswelt der angewandten Physik.

Nachdem wir unseren ersten Themenbereich in unserer Dreiergruppe bearbeitet hatten, wurden am Dienstagnachmittag die Themen gewechselt. Jeder Gruppe wurde ein zweiter Themenbereich zugeordnet, wieder standen die oben genannten zur Verfügung. Bearbeitet wurden diese im weiteren Verlauf des Dienstags und an den beiden Folgetagen.

Am Donnerstagnachmittag stellte jeder Kurs die erarbeiteten Ergebnisse den anderen Kursen bei einem Rundgang vor. Als Vorbereitung hierfür wurde zuvor ein Rhetorikkurs in kleinen Gruppen veranstaltet. Die Grundlagen für eine gelungene Präsentation wurden uns so vermittelt.

Der Freitag wurde zur Nachbereitung der Kursarbeit genutzt. Die verwendeten Materialien wurden zurück geräumt, die Resultate zusammengefasst und eine Rückmeldung gegeben.

Nach einem Abschlussplenum machten wir uns langsam auf den Heimweg nach einer rundum sehr gelungenen Woche. Auch die zahlreichen kursübergreifenden Freizeitaktivitäten, die in der Mittagspause und abends stattfanden, haben viel Spaß gemacht und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Insgesamt sind die Deutschen JuniorAkademien an alle Schüler gerichtet, die selbst in den Ferien bereit sind, sich mit einem der oben genannten Fachbereiche zu beschäftigen und ein hohes Interesse an diesem haben. Die angebotenen Kurse sowie die Jahrgangsstufen variieren je nach Austragungsort, die Angaben lassen sich dennoch einfach im Internet finden. Für höhere Jahrgangsstufen wird die Deutsche SchülerAkademie angeboten, hier gilt Gleiches.

Leonard Thiemann & Yanik Otte in Holte 10 FL2

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