Zukunftswerkstatt am GBE und Bildungskongress 2018 in Osnabrück

Am 20.09.2018 wurde an unserer Schule eine Zukunftswerkstatt mit der Klasse 7 FL durchgeführt. Das Forschungsteam der Leuphana-Universität Lüneburg um Prof. Waldemar Stange erarbeitete mit der Klasse Ideen, wie die Schule in der Zukunft aussehen könnte.

An dem Bildungskongress am 05.11.2018, der in Osnabrück stattfand, haben einige Lehrer unserer Schule teilgenommen. Hier wurden die Ergebnisse des Forschungsteams, das die Zukunftswerkstätten an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet hat, vorgestellt. Dem sehr überzeugenden Hauptvortrag von Julian Nida-Rühmelin zum Thema Bildung folgte die Durchführung der Zukunftswerkstätten mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Bildung.
 
Es gab zunächst eine Einstiegsphase mit Kennlernspielen, eine Kritikphase mit „Motzmauer“ sowie eine Fantasiephase zum Sammeln verschiedener Ideen, Träume und Lösungen. Darüber hinaus wurden in der Umsetzungsphase die brauchbarsten Ideen herausgefiltert und Modelle gebaut, die die Ideen im Kleinformat visualisieren konnten. Den Abschluss bildete die Ausstiegsphase, in der die Ideen präsentiert wurden und Zeit für Feedback war. Im Kern wurde zunächst überlegt, welche Dinge in der Schule bisher gut laufen und welche Aspekte noch Wünsche offenlassen. Die Wünsche der Schülerinnen und Schüler waren eindeutig: Sie hoffen auf mehr Busse und bessere Busverbindungen, Ruheoasen mit Hängematten, größere und mehr Räume, bequemere Stühle, mehr Stauräume und Schließfächer, faire und tolerante Lehrer, Aktivität und Bewegung im Unterricht, naturnahen Unterricht, weniger Hausaufgaben, mehr Unterricht bei den Klassenlehrern und mehr Gemeinschaft mit anderen Klassen.

Besonders gut kommen hingegen bisher der große Schulhof, die gute Mensa und Caféteria, der Wasserspender, die Ausstattung im Musikraum, die Whiteboards, die Instrumentenfächer, die Schließfächer, die Barrierefreiheit, verständnisvolle Lehrer, die Aktionen im Unterricht, Spiele, Projekte und Wandertage, musikalische Aktivitäten, AGs, Sport und Kunst, das gute Schulklima und die hilfsbereite und aktive Schülervertretung an. In der Lösungs- und Ideenphase stellten die Klasse fest, dass Lehrpersonen vor allem gut erklären können sollten, nett, humorvoll und witzig, die Gleichberechtigung achtend, motivierend und verständnisvoll sein sollten.

Beeindruckend waren dann die Umsetzungsideen innerhalb des Modellbaus. Hier sind z.B. ein Baumhaus mit großem Teleskop und Liegemöglichkeiten sowie ein kreativer Hochseilgarten entstanden. Auch ein naturwissenschaftlicher Kinoraum zur Erholung und Bildung nach der 6. Stunde im Liegesessel (Tiere ansehen, die man sonst nur im Buch sieht, gleichzeitig auch Ausstellungs‐ und Experimentierraum) ist entstanden. Ebenfalls naturnah war das Modell mit dem Zukunftsschulhof (mit See, Boot, Spielplatz, Liegen, Banken und Wald). Mit Plätzen zur Entspannung waren die beiden Modelle Zukunftslernort (Plattform zum Entspannen, Haus für Kletterer, kleiner Spielplatz, Felsen) und Außenforum (mit Pflanzen, Sofas, Sitzsäcken, Regalen, bunten Sonnenschirmen, Dachnetz) ausgestattet.

Die Ergebnisse des Bildungskongresses samt Hauptvorträgen, Videos, Fotos und Auswertungen sind im Internet unter https://bildungskongress-os.de und speziell für die Klasse 7 FL unserer Schule unter https://bildungskongress-os.de/zukunftswerkstaetten-der-kinder-und-jugendlichen/ zu finden.
 
J. Ogrodnik

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