Zeitzeuge Dr. Rainer Eppelmann am GBE

„Leben in der DDR – Mythos und Wirklichkeit“ „Wie die SED-Diktatur den Alltag der DDR-Bürger bestimmte“

Im Rahmen dieser Ausstellung, die in der Bibliothek des GBE zu Beginn des Schuljahres 2017/18 zu sehen war, hatte das wir das Glück, einen Zeitzeugen zu erleben, der das Leben in der DDR hautnah miterlebt hat:
 
Herr Dr. Rainer Eppelmann.
 
Herr Dr. Eppelmann ist von Haus aus Pfarrer, also Theologe, er war in der Zeit der DDR Bürgerrechtler, ebenso war er Vorsitzender des DA, des Demokratischen Aufbruchs (DA).
 
Der DA war zunächst eine politische Gruppierung in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die sich im Oktober 1989 in der Zeit der Wende bildete. Der Demokratische Aufbruch wurde dann eine offizielle Partei, die sich im August 1990 mit der CDU-Ost vereinte.
 
Herr Dr. Eppelmann war zudem im Zuge der Auflösung der DDR 1989/90 Mitglied der Volkskammer der DDR und Minister für Abrüstung und Verteidigung; nach der Wiedervereinigung war Dr. Eppelmann Bundestagsabgeordneter der CDU. Heute arbeitet er als ehrenamtlicher Vorstandvorsitzender der Bundesstiftung für die Aufarbeitung der DDR- Diktatur. Zentrales Kernthema seiner Arbeit ist das Leben in der DDR – der Alltag und die täglichen Schwierigkeiten in einem Leben im sogenannten „real existierenden Sozialismus.“
 
So passte der Bericht unseres Gastes sehr gut zum Thema der Ausstellung, da Dr. Eppelmann die Zeit der DDR selbst erlebte – ebenso wie die Zeit der Friedlichen Revolution 1989/90.
 
Am 23.08.2017 konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 nachvollziehen, was es heißt, in der DDR aufgewachsen zu sein und dort zu leben. Nach einem sehr dezidierten Vortrag über die weltpolitische Lage nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges und deren Auswirkungen auf die Entwicklung Deutschlands mit all seinen Besonderheiten für die Menschen in der DDR beantwortete Dr. Eppelmann die vielfältigen Fragen der Schülerinnen und Schüler, insbesondere zum Alltagsleben in der DDR.
 
Dr. Eppelmanns Besuch wurde freundlicherweise durch die Konrad Adenauer Stiftung ermöglicht, worüber wir uns sehr gefreut haben. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Die Bereitschaft des Referenten, ein weiteres Mal unsere Schule zu besuchen, erfreut uns hierbei umso mehr!
 
Die Möglichkeit, über eine Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler noch nicht einmal geboren waren, so hautnah zu erleben, nehmen wir natürlich sehr gerne wahr und freuen uns schon auf einen weiteren Besuch!
 
Zeitzeugen sind eine wichtige Quelle, derer wir benötigen, um sich vergangener Zeiten – wenn auch stets subjektiv - erinnern zu können!
 
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