"Das Leben in der DDR"

DDR- Projekttag am GBE für die Klassen 11 am 28. und 29. September 2020

Am Montag und Dienstag, dem 28. und 29. November, fand jeweils für die 11. Klassen, passend zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit am 03. Oktober und zum aktuellen Thema im Geschichtsunterricht, ein Workshop zur DDR mit anschließendem Zeitzeugenbericht von Wolfgang Reiche statt. Der Workshop wurde von Frau Kallweit und Herrn Rasche geleitet, welche extra aus Berlin im Auftrag der Deutschen Gesellschaft e.V. angereist waren.
 
Uns Schülern wurden während des Workshops viele interessante Informationen und Fakten über die Deutsche Demokratische Republik nähergebracht. Es ging viel um die Innenpolitik der DDR und das allgemeine Leben im Sozialismus. Obwohl wir einige der Themen schon im Geschichtsunterricht behandelt hatten, bekamen wir nun ein tieferes Verständnis für die damaligen Umstände und konnten noch einiges dazu lernen.

Trotz der Einschränkung, dass die Technik nicht so funktionierte, wie sie sollte und wir dadurch das Bildmaterial und die mitgebrachten Filme des Referenten nicht ansehen konnten, hat es das Verständnis über die damalige gesellschaftliche und politische Lage in der DDR nicht beeinträchtigt.

Im zweiten Teil des Workshops hatten wir Schüler die Chance, uns selber in Gruppenarbeit einzelne Themengebiete zu erarbeiten. Unser Thema in der Gruppenarbeit war beispielsweise die Innenpolitik der SED. Wir haben von unserem Referenten dazu einige Materialien zu Verfügung gestellt bekommen, womit wir dann ein Plakat für die Abschlusspräsentation zusammengestellten. Das hat uns viel Spaß gemacht, da wir so interaktiv einiges dazu lernen konnten.

Nachdem wir also einen guten Einblick in das Leben und die Politik der DDR bekommen hatten, durften wir einen Blick in die spannende Geschichte von Wolfgang Reiche selbst werfen.  Er erzählte uns davon, wie seine Familie erstmals kurz vor dem Bau der Mauer versuchte nach Westdeutschland zu fliehen, das jedoch leider missglückte. Später aber, mit 17 Jahren, gelang es Wolfgang Reiche, alleine auf einer Route durch den Harz über die Grenze in den Westen zu fliehen, um dort seinen Berufszielen nachzugehen, sich selbst weiterzuentwickeln und einen Einblick in die „Wahrheit“ zu bekommen – die Beantwortung der Frage: Was ist die Wahrheit? Es war beeindruckend zu erfahren, welche Hindernisse Herr Reiche allein überwinden musste. Nach seiner Flucht in die BRD, von der zudem niemand – nicht einmal seine Eltern - auch nur das Geringste wusste, bekam er schließlich ein Bild von ,,beiden Seiten“ – DDR und BRD.

Als er viele Jahre später von einer Fahrradreise quer durch China bis nach Moskau zurückkehrte, war er mit dabei, wie die Mauer fiel: Er beendete seine Reise von Moskau mit dem Zug am 09. November 1989 in Berlin!

Auch dies war ein Aspekt, den wir Zuhörer kaum fassen konnten, denn seine Geschichte war ausschließlich von Glück und Zufall geprägt.

Uns allen gefiel der Vortrag von Wolfgang Reiche ausgesprochen gut, da man ihm toll zuhören konnte und passend zu den derzeitigen Themen im Geschichtsunterricht einen weiteren Einblick in die damalige Zeit bekommen hat.

Anna Jungmann, Carina Seeger

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