Reisebericht vom Frankreichaustausch 2014

Reisetagebuch: Frankreichaustausch 2014/2015

Mittwoch, 8. Oktober 2014
Um 7:40 haben wir uns am Busbahnhof in Bad Essen getroffen und unsere Sachen im Bus verstaut.
Natürlich haben wir uns auch von unseren Freunden verabschiedet. 8:00 Uhr, alle haben ihre Plätze eingenommen und darauf gewartet, dass der Bus losfährt. Nach ein paar Minuten ist der Bus dann auch losgefahren und die 14stündige Busfahrt begann. Anfangs war die Busfahrt gar nicht so langweilig, da wir zwei Geburtstagskinder hatten, Laura Knapp und Desirée Chow. Nach ca. drei Stunden Busfahrt haben wir auch schon unsere erste Pause eingelegt. An der Tankstelle haben wir erst einmal den Kuchen der Geburtstagskinder gegessen. 20 Minuten später sind wir auch schon wieder losgefahren. Im Bus wurde die Stimmung langsam schwächer, da viele schon genug vom langen Busfahren hatten. In den nächsten paar Stunden war im Bus kaum noch was los, hier und da haben ein paar diskutiert, aber sonst war alles ruhig. Nach ca. sieben Stunden waren wir in Frankreich, da haben alle erst einmal angefangen zu jubeln. Als wir dann in Paris waren, standen wir lange Zeit im Stau, doch so einige seltsame Autofahrer haben uns dabei gut unterhalten. Nach 14 Stunden waren wir dann in Angers und sind zu unseren Franzosen gegangen.
(Leon Schröder und Lennart Bauder)

Donnerstag, 9. Oktober 2014
Am Donnerstag haben wir am Morgen das erste Mal in den Familien gefrühstückt. Danach sind wir zur Schule gefahren und haben uns um 8:30 Uhr mit den anderen Austauschschülern getroffen. Darauf folgte der Empfang durch die Schulleitung und eine Führung durch die Schule und das anliegende Internat. Außerdem nahmen wir an zwei Unterrichtsstunden teil, woraufhin das Mittagessen in der Kantine folgte. Es gab weiße Bohnen oder Rosenkohl mit Hähnchen oder einem Fleischspieß, sowie Joghurt, Salat und Obst.
Um 13:30 Uhr haben wir Deutschen uns dann auf den Weg zum Rathaus gemacht, wo wir freundlich auf Deutsch begrüßt wurden und einen Film über Angers gesehen haben. Vor dem Rathaus haben wir noch ein Gruppenfoto gemacht und sind anschließend weiter gezogen, um die Stadt zu besichtigen, darunter die Kathedrale von Angers, der Regierungssitz, das Château d'Angers sowie eines der ältesten Häuser Angers. Danach hatten wir eine Stunde Freizeit, um die Stadt eigenständig zu erkunden. In dieser Stunde sind einige shoppen gewesen und andere wollten noch weitere Sehenswürdigkeiten ansehen. Daraufhin sind wir mit dem Bus zurück zum Lycée und dann zu den Familien nach Hause gefahren. Dort haben wir dann zu Abend gegessen und anschließend noch etwas mit unseren Partnern gemacht. Schlussendlich sind wir erschöpft zu Bett gegangen und hatten damit den zweiten Abend in den Familien hinter uns.
(Alexandra Strubbe, Leonie Fischer, Lea Sieker und Juliane Höckmann)

Freitag, 10. Oktober 2014
Am Freitagmorgen sind wir alle wieder am Lycée Henri Bergson zusammengekommen. Es war ca. 8:30 Uhr, als wir uns mit den anderen Schülern erst einmal über den gestrigen Tag austauschten. Da uns eine Besichtigung des Château der Brézé bevorstand, wartete auf dem großen Parkplatz schon ein großer Bus. Nach einer kleinen Begrüßung durch die Austauschlehrer, Frau Springmeyer, Herrn Schnieder, Monsieur Leleu und Madame Dubios, fuhren wir dann in Richtung eines kleinen Ortes namens Saumur.
Als wir dort ankamen, teilte uns Frau Springmeyer in verschiedene Gruppen auf und eine nette Museumsführerin begann mit ihrem Vortrag über die früheren „Schlösser unter der Erde“, die wir dann auch nach einer kurzen Information betraten. Da nicht jeder mit dieser Enge der Gänge klar kam, warteten vereinzelte Personen oben im Innenhof des Schlosses, wo sie von Frau Springmeyer rundum versorgt wurden. Uns wurde erklärt, dass diese alten Schlösser nur für die Familie im Schloss benutzt werden durfte. Der Platz war für Tiere und ca. 20 Menschen gegeben und außerdem als Getreidelager genutzt worden.
Als wir aus diesen verzweigten Gängen wieder herauskamen, standen wir im 18 Meter tiefen Burggraben, wo früher Seide, Brot oder süßes Gebäck und Wein produziert wurden. Ebenso wurde uns erzählt, dass die Burg so ein gutes Verteidigungssystem hatte, dass sie noch nie wirklich angegriffen wurde. Als wir oben wieder angekommen waren, ging es weiter mit den Zimmern der früher dort lebenden Personen und ihren Geschichten.
Nachdem beide Gruppen wieder im Bus waren, fuhren wir in den Ort Turquant, wo wir zunächst eine Stunde Freizeit hatten, in der wir essen konnten.
Nach dieser kleinen Pause ging es weiter zur „Troglodyte des pommes tapées“. Jetzt war es 14:00 Uhr. Als wir dort nach kurzem Fußweg ankamen, wurde uns erklärt, dass die Äpfel zuerst geschält und dann über viele Monate zu kleinen, platten, kreisförmigen Äpfeln wurden. Der Ort der Ausstellung war in einer Höhle, wo es einen starken Temperaturunterschied zu draußen gab. Nachdem wir diese Spezialität noch probieren konnten, die leider nicht allen wirklich geschmeckt hatte, sind wir weiter in Richtung Innenstadt gefahren, wo wir dann noch eine weitere Stunde Freizeit hatten. Diese Freizeit, die wir eigentlich am meisten damit verbraucht hatten, den Bus zu suchen, genossen wir dennoch sehr.
Auf der Rückfahrt war ein großer Teil der Gruppe sehr müde und schlief.
Trotzdem fand am Abend noch eine kleine Party bei einer der Franzosen statt, wo wir uns alle besser kennen lernen konnten und zusammen viel Spaß hatten.
Insgesamt hat uns dieser Austausch sehr gefallen und wir wären auch gerne noch etwas länger dort geblieben. Wir haben neue Freunde gefunden und freuen uns schon darauf, dass die französischen Austauschschüler uns besuchen kommen.
(Sophie Michelle Pohlmeyer, Jennifer Wegel, Lisa Riedel und Louisa Schiller)


Samstag, 11. Oktober 2014
Samstag, der vierte Tag in Angers, begann für die Meisten erst spät am Vormittag, da  am Vorabend eine Party stattfand, zu der viele Leute eingeladen waren.
Samstag stand das Programm in und mit der Familie im Vordergrund. Viele haben Stadtbesichtigungen mit ihrer Austauschfamilie gemacht oder sind mit dieser weggefahren (z. B. ans Meer).
Nach einem Mittagsessen in der Familie ging es für die meisten Deutschen mit ihren Austauschpartnern zum Lasertag. Dieses machte allen Teilnehmern sehr viel Spaß und stärkte dazu noch die Gemeinschaft.
Am Abend stand dann wieder individuelles Programm an. Einige machten wieder etwas mit der Familie und andere schauten zum Beispiel Fußball mit Freunden.
(Phyllis Eimke, Jana Kuse, Patrick Büscher und Julian Unland)

Sonntag, 12. Oktober 2014
Am Sonntag war, genau wie am Samstag, kein Programm mit der ganzen Gruppe geplant, deswegen haben wir alle etwas mit unseren Familien unternommen.
Während Büşra und Maren weggefahren sind, blieben Jenni, Kristina und Laura in Angers. Laura hatte von Samstag auf Sonntag bei Kristinas Austauschfamilie übernachtet. Laura, Kristina und ihre Austauschpartner verbrachten einen schönen Tag in dem neuen Schwimmbad "aktiv-vita", wo sie auch andere Austauschpartner trafen. Es war ein schöner Nachmittag, der mit einem gemeinsamen Essen mit den Gasteltern, den Gastgeschwistern und den Austauschpartnern beendet wurde.
Büşra hingegen musste eine Stunde Autofahrt in Kauf nehmen, um in ein Restaurant zusammen mit ihrer Familie und den Geschwistern der Eltern zu essen. Dieses zog sich vier Stunden hin, da es mehrere Gänge mit vielen Köstlichkeiten gab. Zusammen mit der Verwandtschaft ließen sie den Abend bei Büşras Gastfamilie ausklingen.
Maren war auch unterwegs. Sie war noch am Freitagabend mit ihrer Familie zweieinhalb Stunden in die Bretagne gefahren, um ein herrliches Wochenende im Freizeitpark "Center-Parcs" zu verbringen. Der Sonntag war als Abreisetag geplant, doch zuerst ging es noch ein letztes Mal in das tropisch angelegte Schwimmbad. Dort konnte man im " Wildwasser" schwimmen oder Spaß im Wellenbad haben. Natürlich wurden auch Souvenirfotos geschossen.
Der Sonntagmorgen bei Jenni verlief hingegen sehr entspannt. Nachdem sie erst einmal ausgeschlafen hatte, ging es zusammen mit der Familie zum gemeinsamen Frühstück. Danach hatte sie ein wenig Freizeit, währenddessen wurde schon das Mittagessen vorbereitet. Dieses zog sich zweieinhalb Stunden hin. Anschließend kamen andere Austauschschüler zu Besuch, mit denen sie dann gemeinsam backte und einen Film schaute. Den Abend ließen sie dann bei Freunden der Familie mit netten und amüsanten Gesprächen ausklingen. Um ca. 23 Uhr konnte sie dann endlich in ihr kuscheliges Bett fallen und schlafen.
Insgesamt war der Sonntag ein recht entspannter Tag für uns alle und man hatte einen guten Eindruck eines typischen Sonntags bekommen. Wir hatten alle sehr viel Spaß und freuen uns schon darauf, hier etwas mit unseren Austauschpartnern und unseren Freunden zu unternehmen.
(Laura Langenkamp, Maren Schütte, Büşra Kocabas, Kristina Remezow und Jennifer Olschewski)

Montag, 13. Oktober 2014
Nach dem Aufstehen gegen halb sieben und dem anschließenden Essen machte ich mich auf den Weg ins Lycée zusammen mit den Austauschpartnern. Im Lycée wurden dann mit den deutschen Freunden die Erlebnisse vom Wochenende ausgetauscht.
Zum Stundenanfang wurden die deutschen Schüler von Madame Dubois und Monsier Leleu dem Unterricht zugeteilt. Nach wahlweise einer weniger informativen Doppelstunde französischer Geschichte oder einer sehr interessanten Doppelstunde Englisch wurden die deutschen Schüler zusammen mit ihren französischen Partnern für ein Projekt in einen Gruppenraum gebracht. Das Thema war die Neuheiten für die Deutschen in Frankreich. Nach einer Sammlung aller Ideen ging es dann in die Computerräume der Schule, um die Ergebnisse zu visualisieren. Fortgesetzt und vorgestellt wird diese Projektarbeit dann in Deutschland.
Nach dem Mittagessen in der Mensa ging es dann mit dem leicht überfüllten Linienbus zum Schloss, dem Chateau d'Angers. Nach freier Erkundung der Burgmauern und einigen Grenzerfahrungen mit dem Abgrund an den Rändern hatten die Franzosen mit den Deutschen nun ca. zwei Stunden Freizeit. Es ging hauptsächlich entweder ins Schnellrestaurant oder in den Computerladen.
Danach ging es aus der Stadt entweder direkt oder mit Umsteigen am Lycée nach Hause. Dort wurde dann der Koffer gepackt und alles für die Rückfahrt vorbereitet. Nach ein paar Aktivitäten und dem Essen ging es dann mit gemischten Gefühlen ins Bett.
(Johanna Erdmann, Johanna Voigt,  Leah Mathew, Max Wirt und Dennis Fritzler)

Dienstag, 14. Oktoberr 2014
Mit viel Enthusiasmus, ein wenig Müdigkeit und großem Abschiedsschmerz starteten wir leicht verspätet ab ca.7 Uhr unsere Heimreise. Um ungefähr 11 Uhr kamen wir endlich in Paris, der Stadt der Liebe, an. Nach 284 Stufen standen wir auf dem Triumphbogen und hatten eine atemberaubende Aussicht auf ganz Paris. Manche, mit mehr Höhenangst oder weniger, wagten sich auch an das Gitter heran. Danach konnten wir nach unseren Ideen die Freizeit in Paris gestalten. Shopping, Eiffelturm, McDonalds (Wir müssen ja unseren täglichen Fastfoodbedarf aufrechterhalten. Neueste Erkenntnis: Wenn man bei McDonalds eine Cola verschüttet, bekommt man umsonst eine neue. Guter Service!), Seine und Champs-Elysée standen auf dem Programm. Nach alledem trafen wir uns wieder am Eiffelturm und traten unsere Heimreise an. Nach etlichen erfrischenden Raststädten kamen wir mitten in der Nacht im kleinen und friedlichen Bad Essen an. Wir waren uns alle einig: Das war ein sehr schöner, aber zu kurzer Austausch!
(Laura Knapp ,Désirée Chow, Denise Halbrügge und Moritz Deutschmann)