Fahrt nach Angers 16. – 24.09.2011

Am Freitagabend ging es um 22:30 Uhr am Busbahnhof des GBE los: gut gelaunt fuhren 23 Schülerinnen und zwei (!) Schüler mit ihren beiden Lehrerinnen Frau Meyer zu Bergsten und Frau Springmeyer sowie den beiden Busfahrern auf nach Frankreich. Von der doch recht unbequemen Nacht im Bus erschöpft, aber trotzdem guter Dinge kamen wir am darauffolgenden Morgen gegen 9 Uhr in Paris an, wo wir einen längeren Stopp einlegten, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt anzuschauen. Nach Notre Dame ging es per Métro nach Montmartre und zu Sacré Coeur, dann zur Place de l’Etoile und zum Arc de Triomphe sowie zu den Champs Elysées, um dann unsere Stadtbesichtigung mit der Tour Eiffel abzuschließen. Dabei war es ein kleines Abenteuer für sich, mit unserer recht großen Gruppe jeweils Platz in den Métrozügen zu ergattern. Per Bus ging es dann weiter nach Angers.


Als wir am Samstagabend in Angers ankamen, regnete es leicht, aber bei der Aufregung, nun endlich „seinen“ Franzosen zum ersten Mal zu treffen, fiel das Wetter kaum auf. Interessanterweise war das Geschlechterverhältnis der französischen Schüler nahezu umgekehrt: es gab 18 Jungen und nur 7 Mädchen, so dass die meisten Schüler jeweils einen Austauschpartner des anderen Geschlechts hatten.


Dies erwies sich im Laufe der Woche aber als kein großes Problem: die Gruppe verstand sich insgesamt sehr gut. Am Sonntag schien dann die Sonne und das sollte bis zum Ende unseres Aufenthaltes so bleiben, nach dem Motto „Wenn Engel reisen“ ;-) … Am Sonntag gab es kein organisiertes Programm, die Schüler konnten ihre französischen Austauschschüler und deren Familien kennenlernen und/oder sich mit den anderen Schülern treffen.


Am Montag ging es morgens in die Schule, also zum Lycée Henri Bergson, wo wir ebenso wie beim Empfang im Rathaus am Nachmittag sehr freundlich begrüßt wurden. Mittags wurde in der Cantine gegessen und bei der späteren Stadtrallye konnten die Schüler Angers entdecken. Am Dienstag mussten die französischen Schüler am Unterricht teilnehmen, während die Deutschen einen Tagesausflug in Richtung Osten an der Loire entlang machten.
Zunächst fuhren wir in ein Troglodytendorf und besichtigten einen alten Bauernhof, der in den Felsen gegraben worden war. Danach ging es nach Saumur, wo Zeit für Mittagessen und Bummeln auf eigene Faust blieb. Für viele ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung des Weinkellers Bouvet-Ladubay, wo wir einiges über die Herstellung des Crémant erfuhren. Drei der in dieser traditionellen Weinkellerei hergestellten Sekte durften wir sogar probieren, natürlich jeweils nur einen kleinen Schluck. Am Mittwoch besichtigten wir das Schloss von Angers und am Donnerstagnachmittag das Musée de l’ardoise, ein Museum, das den Abbau und die Bearbeitung von Schiefer zeigt. Angers ist sehr bekannt für seine klassischen und hochwertigen Schieferdächer. Hier erfuhren wir, dass moderne Häuser meistens mit einem Schieferimitat gedeckt werden, da der echte Schiefer aus Angers zu teuer geworden ist.

Am Donnerstagvormittag hatten wir zusammen mit den französischen Schülern eine Partie Boules de fort gespielt, allerdings fand die Mehrheit der Schüler dieses dem Boules-Spiel Pétanque ähnliche Geschicklichkeitsspiel eher langweilig. Es kann nicht alles gefallen…
Bevor es am Samstag zurück nach Hause ging, fuhren Deutsche und Franzosen am Freitag zusammen zum Puy du Fou, einer Art Freizeitpark mit mittelalterlichen Schauspielen. Bei herrlichstem Spätsommerwetter verbrachten wir hier einen schönen Tag, an dem alle Spaß haben konnten. Der Abschied am Samstagmorgen zeigte deutlich, dass sich Deutsche und Franzosen sehr gut verstanden haben. Tränenreich und lange wurde sich zum Abschied noch einmal (oder zweimal oder dreimal…) umarmt. Einige Schüler stiegen nur widerwillig in den Bus, obwohl abends die Freude, wieder zuhause zu sein, auch groß war. Nach einer ca. 14-stündigen Busfahrt müde, aber voller neuer Eindrücke von der schönen Woche kamen wir gegen 22 Uhr in Bad Essen an.


Da die Franzosen im April zu uns kommen werden, war der Abschied in Angers kein Abschied für immer… Wir freuen uns auf eine tolle Woche im April!


Susanne Meyer zu Bergsten, Vera Springmeyer