Projekt „Zecken greifen uns an!"

Oberstufenschüler des GBE nutzen ihr MobiLab für molekularbiologische Untersuchungen. Im Projekt „Zecken greifen uns an!“ untersuchen sie die Gefährdung der Menschen im Altkreis Wittlage durch Zecken, den Überträgern der tückischen Borreliose. Die jetzt zugesagte, großzügige finanzielle Unterstützung durch die Rütgers-Stiftung ermöglicht ihre aufwendige Arbeit.

Die Zecken gehören zu den Spinnen und es gibt weltweit etwa 800 Zeckenarten. Bei uns in Deutschland ist der Holzbock (Ixodes ricinus) die am häufigsten vorkommende Art. Er bohrt sich mit seinem Rüssel durch die Haut von Mensch und Tier (z.B. Hund und Katze) und saugt Blut. Dabei ist die Zecke nicht nur lästig, sondern auch gefährlich, da sie die Erreger von Krankheiten übertragen kann. Die bekanntesten sind wohl die FSME, eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung, gegen die man sich impfen lassen kann, und die Borreliose, die chronisch verläuft, häufig erst nach Jahren erkannt wird und gegen die es keine Impfmöglichkeit gibt.

Die Schüler beschäftigen sich in der Arbeitsgemeinschaft „MobiLab“ (Leiter: Herr Herms) und in einem naturwissenschaftlichen Seminarfach (Leiter: Herr Grube) seit diesem Jahr mit molekularbiologischen Methoden zur Identifizierung von Borrelien, den Erregern der Borreliose, in Zecken. Mit der Unterstützung durch Herrn Dr. Jahreis von der Universität Osnabrück konnten die Schüler in der AG ein entsprechendes Verfahren erproben. Im Seminarfach sammeln Schüler Informationen zur Gefährdung durch mit Borrelien infizierten Zecken und zu Schutzmaßnahmen gegen eine Infektion mit Borrelien. Ihre Arbeit wird unterstützt durch eine großzügige finanzielle Unterstützung durch die Rütgers-Stiftung von 9.500 €. Dabei werden Informationen zu den Zecken, den Erregern und den durch sie verursachten Krankheiten ebenso gesammelt, wie ganz speziell Untersuchungen dazu durchgeführt, wie stark die Zecken im Wittlager Raum mit Borrelien infiziert sind. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, die Gefährdung durch Zecken im Wittlager Raum genauer einschätzen zu können.

Die Bevölkerung wird über Verlauf und Ergebnisse des Projekts in unterschiedlicher Form (Ausstellung, Flyer, Website, Artikel) informiert werden.

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