Waldspiele am GBE

Im Frühtau eines schönen Julimorgens zogen fast 140 Sechstklässler und 18 Betreuer in die Eielstätter Schlucht des benachbarten Wiehengebirges. Auf dem Plan stand diesmal nicht eine trocken-theoretische Unterrichtsstunde, sondern es wartete auf die Schüler ein spannender Erlebnisparcours rund um die Waldschlucht.

Bei der Vorbereitung der Spiele hatte sich die Klasse 11c, Frau Klostermann und Herr Grieger so richtig ins Zeug gelegt, um einen möglichst abwechslungsreiches Spiel zu gestalten.

Los ging es mit dem Element Wasser, welches auch im deutschen Mischwald eine entscheidende Rolle spielt. Dazu wurde der kleine Weiher in Augenschein genommen ... und siehe da, es wimmelt überall von Lebewesen. Besonders merkwürdig, die flinken Wasserläufer. Eigentlich schwerer als Wasser, aber doch stets obenauf. Die Oberflächenspannung des Wassers ist der Trick der kleinen, mückenähnlichen Insekten. Ein einfaches Experiment mit einer Nadel und einem kleinen Wasserglas demonstrierte den jungen Waldspielern an Station 1 dieses „Waldgeheimnis“.

Dann - an Station 2 - trieb man es bunt mit den kleinen Gruppen. Fast 20 verschiedene Blütenpflanzen waren auf einer Wiese zu entdecken und, wenn möglich, auch zu benennen. Vergissmeinnicht wird von nun an wohl immer im Gedächtnis bleiben...!

Jetzt ging es für die Gruppen den Berghang hinauf. Auf halber Höhe sollte ein genau 5 cm dicker Ast gesucht und auf genau 25 cm Länge abgesägt werden. Ein Kinderspiel, ja wenn man doch nur ein Maßband gehabt hätte!

Alle Finger noch dran? Gut, dann also weiter! Als nächstes wieder eine Messstation: Diesmal ging es um die Baumhöhe. Hier gab es sogar ein Messwerkzeug: ein Geodreieck und eine Wasserwaage. Wie war das noch gleich mit der Dreiecksgeometrie im Matheunterricht?

Oben auf der höchste Stellen des Bergpfades angelangt, sollte ein selbst entworfenes Theaterstück gespielt werden. Und zwar zum Fehlverhalten unserer lieben Mitbürger im Wald! Gut, dass nach dieser Anstrengung eine erste Belohnung in Form eines Schokoriegels fällig war.

Ein paar hundert Meter weiter dann der Waldspieleklassiker: Tannenzapfenzielwurf! Eigentlich ein Kinderspiel, wenn nicht manche der tapferen Gruppen gleich in den angrenzenden Buchenwald zum Zapfensuchen geflitzt wären...!

In der dunkelsten Ecke des Waldparcours nun das Gruselkabinett: Ertasten von Waldgeheimnissen mit verbundenen Augen. Die lieben Betreuer meinten allerdings, dass Pferdeäpfel auf jeden Fall in den Tastgarten hineingehörten. Hoffentlich war an dieser Station Küchenpapier vorrätig!

In der ganzen Umgegend ist die Eielstätter Schlucht berühmt für die vielen großen Ameisenhaufen. Das riecht stark nach Ameisensäure ... und nach Mutprobe! Handauflegen und Bekrabbeln lassen gehört von nun an zu den unabdingbaren Elementarerfahrungen eines jeden GBE-Schülers. OK, zugegeben: Die spitzen Schreie waren im ganzen Tal zu hören!

Zum guten Schluss nun was zur Entspannung. Tiere und Spuren erkennen. Wie sah noch mal eine Dachsfährte aus? Aber auch diese Hürde nahmen die jungen Waldexperten mit Bravour und sie konnten jetzt gut gelaunt ins Ziel einmarschieren.

Insgesamt ein rundum gelungener Vormittag! Wir möchten uns bei allen begeisterten Mitspielern, der super engagierten Klasse 11c und den Kollegen Frau Garcke, Herrn Listemann, Herrn Vissering und Herrn Baumann bedanken!

Peter Grieger und Kerstin Klostermann